Rund um den Brennstoff - Pellets

Brennstoff Pellets Anfangs wurden Pellets müde belächelt und man gab ihnen keine Chance jemals als ernstzunehmender Brennstoff zu gelten. Heute sieht die Sache ganz anders aus. Innerhalb von zehn Jahren wurde aus dem "Krümel" in Deutschland ein bekannter und anerkannter Brennstoff.

Pellets sind in anderen Ländern bereits wesentlich stärker verbreitet als bei uns. So werden zum Beispiel in den USA jährlich mehr als 16 Millionen Tonnen Holzpellets zum Heizen benutzt. Holzpelletfeuerungen gibt es dort bereits seit den 70er Jahren. Auch in Schweden und Österreich sind Pellets als Brennstoff verbreitet. Und das mit steigender Tendenz. Ab den 90er Jahren wurden sie auch in Deutschland bekannt. Durch die Aufnahme in die BimSchV haben sie sich endgültig etabliert.

Holzpellets werden durch Verpressen von Sägespänen unter hohem Druck und ohne Bindemittel erzeugt. Hierdurch wird mit einem minimalen Energieaufwand das Ausgangsmaterial veredelt - vergleichbar mit der Erzeugung von Superbenzin aus dem Ausgangsstoff Erdöl. In der Folge haben Pellets einen weitaus höheren Heizwert als Stückholz, nämlich ungefähr 5,3 kWh/kg. Die Restfeuchte liegt unter 10 Prozent, so dass eine besonders schadstoffarme Verbrennung gewährleistet ist. Wichtig beim Kauf von Holzpellets ist, dass die Produkte der DIN 51731 entsprechen. DIN-geprüfte Qualität kann man durch einen entsprechenden Aufdruck auf der Verpackung erkennen oder man verlangt vom Hersteller ein entsprechendes Zertifikat von der Zertifizierungsgesellschaft DIN CERTCO. So ist sichergestellt, dass nur naturbelassenes Holz verpresst worden ist und dass die Mindestheizwerte nach DIN eingehalten sind. Holzpellets haben in der Regel einen Durchmesser von etwa 5 Millimeter und eine Länge von zirka1-2 Zentimeter. Sie dürfen daher ausschließlich in speziell dafür hergestellten Primär- oder Pelletöfen verbrannt werden.

In normalen Öfen für Holz oder Kohle können Pellets auf Grund der großen Oberfläche nicht verbrannt werden - es würde kein Feuer, sondern nur zu großer Qualmbildung kommen. Primär- oder Pelletöfen haben einen großen Vorratsbehälter der bis zu 50 Kilogramm Pellets aufnehmen kann. Die Pellets werden dann über eine im Gerät integrierte Förderschnecke in den Brennraum befördert und automatisch gezündet. Durch die ins Gerät integrierte Elektronik und die Verbrennungsluftregelung mittels Gebläse können moderne Primär-/Pelletöfen Bedienkomfort, Wirkungsgrade und Schadstoffemissionen erreichen, die auf dem Niveau von modernen Öl- und Gasfeuerungen liegen.

Die Leistung kann stufenlos von 2-10 kW geregelt werden. Holzpellets werden auf Paletten in Säcken mit 15-25 Kilogramm, in so genannten Big-Packs mit 800 Kilogramm oder per Silozug auch als lose Ware angeboten.

Quelle: http://www.kamine-kacheloefen.de

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